EU-Schweinemarkt: Angebot und Nachfrage unterdurchschnittlich

Notierung in Österreich unverändert.

Wien, 18. August 2017 (aiz.info). - Der europäische Schweinemarkt zeigt seit Mitte Juli ein weitgehend deckungsgleiches Bild. Das im Vergleich zu den Vorjahren mehrere Prozent unterdurchschnittliche Angebot an Schlachtschweinen ist permanent vergriffen, der Warenstrom im Fleischbusiness lässt aber zu wünschen übrig, was einer aufwärtstendierenden Preisentwicklung entgegensteht. Die gefühlte Flaute im Fleischgeschäft wird primär mit den mächtig unter Druck gekommenen Preisen beim Asien-Exportgeschäft in Verbindung gebracht. In Deutschland (+/-0) lassen die zum Teil wieder heimkehrenden Urlauber - wie z. B. in Niedersachsen, wo bereits seit zwei Wochen die Schulferien zu Ende sind - Impulse für den Fleischabsatz noch vermissen.
In Österreich ist das Schweineangebot abermals schwach. Auch das durchschnittliche Schlachtgewicht im August mit knapp unter 96 kg liegt annähernd 2 kg unter dem Niveau zu Jahresbeginn. Damit ist die Fleischproduktion in Summe binnen acht Monaten um mehr als 10% gesunken. Fehlmengen werden durch Importe primär aus Deutschland problemlos kompensiert und beim Export nach Asien haben sich laut Brancheninsidern die Preise beispielsweise für Schweinebauch binnen sechs Wochen um 1 Euro/kg ermäßigt. Vor diesem Hintergrund wurde an der heimischen Schweinebörse die Mastschweine-Notierung wiederum auf Vorwochenniveau von 1,71 Euro/kg (Berechnungsbasis: 1,61 Euro/kg) fixiert.