Greenseeker optimiert Stickstoffdüngung

Der Greenseeker optimiert die bedarfsgerechte Düngung für einzelne Abschnitte innerhalb eines Schlages. RWA und Lagerhaus testen derzeit die Technologie in heimischen Betrieben.

Greenseeker bei der ArbeitGreenseeker bei der ArbeitGreenseeker bei der Arbeit[1495552434754949.jpg]
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Der Greenseeker ist eine innovative Technologie zur bedarfsgerechten Düngung. Sensoren messen die Entwicklung der Pflanzenbestände auf einem Feld und bei derselben Überfahrt wird je nach Pflanzenbedarf der Dünger ausgebracht; und zwar je nach Teilfläche.

Auch innerhalb eines Ackerschlages gibt es verschiedene Bodenarten, mehrere Abstufungen der Entwässerung und viele andere Faktoren. Damit variiert das Ertragspotenzial je nach Bereich. Der Greenseeker macht's möglich, die optimale Stickstoffmenge auf Teilflächen auszubringen. Vor allem auf größeren Ackerschlägen ist diese Technologie von Vorteil.

Wie funktioniert der Greenseeker?

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Das System des Greenseekers arbeitet nach einem einfachen und sehr effizienten Prinzip:
  • Die Pflanzen werden mit rotem und nahinfrarotem Licht angestrahlt.
  • 4 Sensoren, die auf 2 Balken am vorderen Teil des Traktors angebracht sind, messen die Reflexion des Lichts (100 Mal pro Sekunde).
  • Während Standardsensoren die Mitte des Sichtfeldes überbewerten, wird beim Scanfeld des Greenseekers die gesamte Sichtbreite gemessen. Das aktive System ermöglicht einen Einsatz auch bei Nacht, Staub oder Nebel.
  • Aus diesen gemessenen Werten wird mittels Software der NDVI-Index („Normalized Difference Vegetation Index“) berechnet. Dieser international anerkannter Wachstums index liefert Informationen über die „Grünheit“ (Vitalität) sowie über die Dichte (Bedeckungsgrad) der Vegetation.
  • Mit der Greenseeker-Software kann der NDVI-Index in Relation zur vom Landwirt gewünschten Applikationsmenge gesetzt werden. Diese Werte sind die Grundlage für die direkte Steuerung des Düngerstreuers oder der Spritze, der/die bei derselben Überfahrt die jeweils optimale Düngermenge ausbringt. Wichtig dabei: Die Düngerstrategie des Landwirts ist die Basis für die Ausbringung.
  • Die Messwerte sind aber nicht nur die Basis für die Düngerausbringung, sondern ermöglichen auch, Bodenkarten (mit den verschiedenen Zonen im Schlag) zu erstellen. Genutzt werden kann der Greenseeker auch autark: Es liegen Schnittstellen zu allen gängigen Wiegestreuern vor. Ebenso besteht die Möglichkeit, das John Deere GS2- und GS3-Display anzusteuern, was den Vorteil einer automatischen Dokumentation bringt.

Der Sensor des Greenseekers:

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  • Länge: 27,7 cm
  • Breite: 8,6 cm
  • Höhe: 15 cm
  • Gewicht: 1,02 kg
  • Optimale Einsatzhöhe über dem Bestand: 110 cm (Sicht bereich: 90 cm)
  • Nahinfrarotbereich: 774 nm
  • Rotbereich: 656 nm

Testbetrieb

In Deutschland ist dieses System bereits seit einigen Jahren als Stickstoffsensor erfolgreich im Einsatz. RWA und Lagerhaus testen derzeit die Technologie in 6 heimischen Betrieben und optimieren das System für Österreich.

Ab dem kommenden Jahr werden die Lagerhäuser die Greenseeker-Technologie aller Voraussicht nach anbieten.

Fragen Sie unsere Fachberater

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