Pflanzenschutz AKTUELL -Ausgabe 16/2017

Setzen Sie für Ihre Kulturen die richtigen Maßnahmen gegen Schädlinge, Krankheiten oder Unkräuter.

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RAPS- und ZWISCHENFRUCHTANBAU nach Einsatz „bodenwirksamer“ Getreideherbizide im Frühjahr

Es wird ja schon seit längerem darüber diskutiert, wie gut die einzelnen Wirkstoffe der Getreideherbzide für einen problemlosen Anbau von Zwischenfrüchten oder Raps abgebaut werden. Es sind dafür natürlich verschiedenste Parameter (biologische Aktivität des Bodens) dafür verantwortlich, doch gibt es dafür kaum Grenzwerte, dass man definitiv sagen kann – abgebaut: ja oder nein? Ein wesentlicher Faktor für den Abbau ist aber der Niederschlag. Mehrjährige Erfahrungen zeigen, dass 100 mm „bodenwirksamer“ Niederschlag nach der Anwendung von Getreideherbiziden mit Bodenwirkung notwendig sind, damit diese ausreichend abgebaut werden. Als „bodenwirksamer“ Niederschlag kann aber nur eine zusammenhängende Regenmenge von rund 5 mm oder mehr in Betracht gezogen werden. Diese Gesamtmenge von 100 mm ist bis mindestens 2 Wochen vor dem Anbau von Winterraps oder Zwischenfrüchten notwendig, damit bei mischender Bodenbearbeitung keine Schäden an den nachgebauten Kulturen zu erwarten sind.
In der Tabelle eine Auswertung von offiziellen Wetterstationen, berechnet auf die „bodenwirksamen“ Niederschlagsmengen. Daraus ist klar ersichtlich, das die Niederschlagssumme von 100 mm bei späten Herbizidanwendungen (nach dem 20. April) vor allem im nördlichen/nördöstlichen und südlichen Weinviertel nicht erreicht wurde. Kleinräumige Abweichungen sind bei lokalen Gewitterregen, wie es sie 2017 ja öfters gegeben hat, natürlich möglich.
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In Regionen mit weniger als 100 mm bodenwirksamer Niederschlag nach der Getreideherbizidanwendung (GELB hinterlegt) wird vor dem Anbau von Winterraps (oder Zwischenfrüchten) eine 15 – 20 cm tiefe Pflugfurche empfohlen, wenn in der Vorkultur Getreide Herbizide mit Nachbaueinschränkungen eingesetzt wurden (siehe Grafik aus RWA-Premiumspritzplan Seite 14)
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Autor:
Abt. Pflanzenschutz/ RWA