DIE SAAT-Empfehlung für den Triticale-Anbau

Folgende Wintertriticale- und Roggensorten empfiehlt das DIE SAAT-Expertenteam für den Herbstanbau 2017. Wählen Sie die passende Sorte anhand Ihrer Nutzungsrichtung und der jeweiligen Standortbedingungen.

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Wussten Sie, dass sich die Bezeichnung Triticale aus den lateinischen Namen der beiden Kreuzungspartner TRITIcum (Weizen) und SeCALE (Roggen) zusammensetzt? © RWA
4 Triticale haben es auf die DIE SAAT-Empfehlungsliste für den Herbstanbau 2017 geschafft. Wir stellen Ihnen Cappricia, Riparo, Borowik und Mungis vor.

Capricia: Kurz und Auswuchstolerant

Cappricia ist ein neues, sehr ertragreiches Triticale mit besonderen agronomischen Vorteilen. Regenperioden in der Reife können bei Triticale rasch zu Auswuchs führen. Bereits bevor Auswuchs äußerlich sichtbar wird, kommt es im Korn zu einem Abbau der Stärke und folglich zu Problemen in der Verfütterung. Auswuchs führt außerdem zu erhöhten Kornfeuchten und kann zu Schimmelbildung bei der Lagerung des Ernteguts führen.

Die einzig wirksame Gegenmaßnahme ist die Auswahl standfester und auswuchstoleranter Sorten. Das kurzwüchsige Cappricia zählt bei beiden Eigenschaften zu den besten:
  • Standfestigkeit AGES Bestnote 3 und
  • Auswuchs AGES Bestnote 4.
Damit ist Cappricia auch für regenreiche Standorte besonders gut geeignet. Cappricia ist außerdem gegenüber Gelbrost gut tolerant. In milden Winter überlebt der Gelbrost an den Wirtspflanzen und infiziert schon im zeitigen Frühjahr Triticale und Weizen. Je früher die Infektion erfolgt, desto stärker können die Ertragsminderungen ausfallen.

Die hohe Kornqualität und die sehr hohen Erträge ermöglichen auch die Produktion von gesunden Erntemengen mit niedrigem Proteingehalt. Daher empfehlen wir Cappricia auch für den Anbau von Ethanoltriticale auf allen Standorten.

Riparo: Das frühreife und universelle Triticale

Riparo ist eine neue, frühreifere Sorte mit etwas längerem Wuchs als Cappricia. Riparo eignet sich ebenfalls für alle Standorte. Besonders gute Kornerträge bringt Riparo im Waldviertel und auf warmen und trockenen Standorten, die eine frühere Einkörnung benötigen. Die Sorte ist gut tolerant gegenüber Gelb- und Braunrost und ist ähnlich gut auswuchstolerant wie Cappricia. Riparo ist auch für den Anbau als Ethanoltriticale gut geeignet.

Borowik: Langwüchsig & ertragreich

Eine besonders langwüchsige Sorte mit hohen Korn- und Stroherträgen ist Borowik. Zugleich ist dieses Triticale durch die starken, stabilen Halme sehr standfest.

Borowik eignet sich sowohl für die Korn- als auch für die Biomassenutzung. Betriebe, die heuer beispielsweise geringere Silomaiserträge ernten, können mit dem Anbau von Borowik ausgleichen. Borowik kann problemlos auch zu etwas späteren Saatterminen im Oktober eingesetzt werden.

Mungis: Der Auswuchsfeste

Mungis ist eine sehr auswuchstolerante Sorte, die hohe Korn- und Stroherträge bringt. Zugleich ist Mungis sehr standfest und gut tolerant gegenüber Gelbrost.
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© AGES
Capricia und Mungis. Nur gute Auswuchstoleranz und gute Standfestigkeit ermöglichen eine ausreichende Futterqualität.

Triticale-Sorten für Bio-Betriebe

Für den biologischen Anbau empfehlen wir die Sorten Mungis, Borowik und Cappricia.

Mehr Infos zu Triticale-Saatgut

Bei Fragen zu Triticale-Sorten oder zur Saatgutverfügbarkeit fragen Sie bitte Ihren Lagerhaus- Fachberater.

Weitere Infos zum Sortiment finden Sie auf DIE SAAT.

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